Kontrollierte natürliche Lüftung: Wissenschaftlich belegte Effizienz

Ob zu Hause, im Beruf, in der Schule oder Universität – in Deutschland verbringen die Menschen durchschnittlich 80 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Um sich dort wohlzufühlen, konzentriert arbeiten und lernen zu können, müssen die Räumlichkeiten bedarfsgerecht belüftet werden. Das heißt: „schlechte“ Luft raus, Frischluft rein. So wird ein behagliches, gesundes Raumklima gewährleistet und der Raum mit Frischluft versorgt, was die Konzentrationsfähigkeit fördert und unerwünschte Nebenwirkungen wie Feuchtigkeit und Schimmel vermeidet. Dazu bietet ein Luftaustausch, der auf dem Prinzip der kontrollierten natürlichen Lüftung (KNL) basiert, sehr effiziente Lösungen. In einem Forschungsprojekt „KonLuft – Energieeffizienz von Gebäuden durch kontrollierte natürliche Lüftung (KNL)“ der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart konnte anhand der wissenschaftlich erhobenen Daten nachgewiesen werden, dass der Einsatz kontrollierter natürlicher Lüftungssysteme im Vergleich zu mechanischen Lüftungsanlagen bei Bürogebäuden insbesondere Neubauten deutlich energie- und kosteneffizienter ist. Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie hier zusammengefasst in einem Whitepaper. 

Zahlreiche Herausforderungen

Frischluft ist in der modernen Welt wertvoller denn je:

Gebäude werden zunehmend energieeffizienter und komplexer. Darum sind sie schwerer zu lüften. Dauerte ein Luftaustausch früher nur zwei Stunden, braucht er heute bis zu zwei Tage.

 

Doch damit nicht genug:

Zahlreiche Gegenstände im Haus dünsten Schadstoffe aus. Schimmelbildung droht nicht nur in großen Gebäuden, sondern auch im Eigenheim. Eine vierköpfige Familie produziert pro Tag rund zehn Liter Feuchtigkeit. Wird nicht richtig gelüftet, drohen bauliche und gesundheitliche Folgeschäden.

 

Auch im Büro oder in Schulen sorgt stickige Luft für Probleme:

Bereits kurz nach Unterrichtsbeginn erreichen Kohlenstoffdioxidwerte oftmals ein bedenkliches Niveau. Im Büro bereitet uns schlechte Luft Kopfschmerzen.

 

Es ist an der Zeit, tief Luft zu holen und diese Probleme aktiv anzugehen.

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Das Prinzip der kontrollierten natürlichen Lüftung (KNL)

Die natürliche Lüftung basiert auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten: Antrieb für den Luftaustausch sind Temperatur- und Druckdifferenzen zwischen dem Gebäudeinneren und der Außenumgebung. Diese und der anstehende Winddruck am Gebäude verursachen einen thermischen Auftrieb (Kamineffekt) – ohne elektrischen Aufwand für die Luftbewegung.

Durch die Nutzung der natürlichen Triebkräfte wird ein optimales, angenehmes und gesundes Innenklima erreicht. Sensoren erfassen permanent alle relevanten Daten (z. B. Raumtemperatur, CO2-Werte oder Windstärke). Diese werden an eine zentrale Steuereinheit weitergeleitet. Von hier aus werden elektromotorische Fenster gesteuert, die sich nach Bedarf öffnen oder schließen. Den Rest erledigt unser wichtigster Mitarbeiter: die Luft. Umweltschonend, kontrolliert und natürlich.

Der Vorteil ist offensichtlich: Frischluft gelangt automatisch ins Innere und erneuert das Raumklima. Die verbrauchte Luft entweicht. Dabei wird jeder Raum mit einbezogen, da sich alle Fenster eines Gebäudes aufeinander abstimmen lassen. So können bis zu 60 % Energie gespart werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserer Broschüre „Kontrollierte natürliche Lüftung (KNL)“, die sie hier herunterladen können.

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  • Diese Art des Lüftens ist umweltschonender als eine mechanische Lüftung
  • Eine kontrollierte natürliche Lüftung erfolgt sensorgesteuert und vollautomatisch
  • Eine Integration in bereits bestehende Gebäude oder Systeme ist problemlos möglich
  • Geringere Investition-, Betriebs- und Unterhaltskosten gegenüber einer mechanischen Lüftung
  • Gewährleistet ein gesundes Raumklima
  • Verbesserung von Komfort und Behaglichkeit
  • Platzsparend und nahezu unsichtbar
  • Der Nutzer kann in zulässigem Rahmen manuell eingreifen und sich über die Fensterlüftung sein individuelles Wohlfühlklima einstellen
  • Keine störenden Ventilatorengeräusche
  • Entrauchungsfunktion (optional)

Wie Sie mithilfe von KNL das Infektionsrisiko über Aerosole senken können

KNL ist ein entscheidender Baustein das Risiko einer Infektion durch SARS-CoV-2-kontaminierte Aerosole in Innenräumen zu senken. Wie das bedarfsgerecht und wirtschaftlich umgesetzt werden kann, darüber informiert der VFE in einem aktuellen Whitepaper.


Das Whitepaper finden Sie hier.

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